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Azalee

Vielseitige Zimmerpflanzen

Dezember

Dezember 2016: Die Azalee

Ob sie nun schneeweiß, dezemberrot, feierlich violett, oder knallrosa sind, alle Azaleen haben gemeinsam, dass man oft vor lauter Blüten die Pflanze nicht mehr sehen kann. Darum ist diese reichblühende Pflanze die Zimmerpflanze des Monats.

Die Geschichte der Azalee

Eine reiche Blüte in typischen Dezemberfarben, ist eine originelle Alternative, um eine besondere Stimmung in einen Raum zu bringen und doch ein echter Saisonklassiker. Die Azalee heißt offiziell Rhododendron syn. Azalea. Der Name Rhododendron setzt sich aus den griechischen Worten zusammen, die „rot” und „Baum” bedeuten. Frei übersetzt bedeutet er „eine holzige Pflanze mit rosaroten Blüten”. Azalee bedeutet im Griechischen „trocken“, was ein Hinweis auf das trockene Holz ist und nicht auf den Wasserbedarf der Pflanze, diese mag es nämlich, wenn der Boden immer leicht feucht ist. Da die meisten Menschen beim Namen Rhododendron an die großen Gartensträucher denken, wird die Zimmerpflanze meist als Azalee bezeichnet.

Herkunft und Produktion der Azalee

Rhododendron ist in Asien weit verbreitet. Die Urversion der Zimmerpflanze ist die Indische Azalee. Diese Azalea R. simsii stammt in erster Linie aus den chinesischen Provinzen Sichuan, Yunnan, Hubei und Guangdong. Die Pflanze wächst dort auf den Berghängen zwischen 1000 und 2600 Meter Höhe als Gebüsch und wird dort von der heimischen Bevölkerung als Brennholz genutzt. Der Untergrund ist Kalkstein, der von einer Humuslage bedeckt ist, auf der die Pflanzen wachsen. Schon 1578 wurde die Pflanze in der chinesischen Literatur erwähnt. Die ersten Pflanzen wurden 1806 von China nach England gebracht, wo die Azalee schnell als Zierpflanze weiterkultiviert wurde. Die andere, weniger häufig vorkommende Art ist die R. Obtusem Gruppe, die Japanische Azalee. Diese Pflanzen, die meist einfache Blüten haben, sind im Gegensatz zur R. simsii Gruppe recht winterhart. Diese Azalee stammt insbesondere von den Inseln Honshu, Shikoku, Kyushu und Yakushima. Die Pflanze wurde von Niederländern von Japan nach Europa gebracht, wo sie noch immer mit Japan assoziiert wird, sogar so stark, dass bei den Pflanzen auch Bonsaitechniken angewandt werden. Azaleen werden vor allem in Belgien und den Niederlanden kultiviert. Eigentlich handelt es sich um einen vorgetriebenen Strauch, die der Gärtner durch Kühlen und Heizen zur Blüte bringt. Die Anlieferung beginnt im Spätsommer und läuft bis zum Frühjahr, mit einem klaren Höhepunkt rund um die Feiertage im Dezember. 

Worauf solltest du beim Kauf von Azaleen achten?

  • Beim Kauf der Azaleen ist vor allem die Pflanzenform entscheidend, außerdem die Topfgröße, die Anzahl der blühenden Knospen und deren Reife. Um sicher zu sein, dass alle Knospen aufblühen, sollten die Pflanzen vor allem im Winter nicht zu unreif gekauft werden. 
  • Durch Lichtmangel kann Knospenfall auftreten. Ein Vertrocknen der Knospen kann ebenfalls vorkommen, vor allem bei Pflanzen mit unreifen Knospen. Wenn die Pflanze zu trocken steht, können auch Blattvergilbung und Blattfall die Folgen sein. 
  • Eine niedrige Temperatur während Transport und Lagerung ist zu empfehlen, da die Pflanzen sonst sehr schnell aufblühen. Wenn die Blütenblätter zu feucht sind, kann Botrytis (Grauschimmel) entstehen, was zu einer Braunverfärbung der Blüten führt.

Sortimentsauswahl bei Azaleen

Die Azalee ist eine der vielseitigsten blühenden Zimmerpflanzen, weltweit geliebt und in sehr unterschiedlichen Erscheinungsformen erhältlich – von Minis bis zu Azaleen-Stämmchen. Außerdem gibt es viele Blütenvarianten: einfache und gefüllte Blüten, uni oder besondere zweifarbige Sorten. Das Sortiment wird unterschieden nach der am häufigsten vorkommenden R. simsii Gruppe (Indische Azalee) mit einfachen und gefüllten Sorten und der A. Obtusem Gruppe, den Japanischen Azaleen, zu der einfache und spinnenblütige Sorten gehören. 

Pflegetipps

  • Die Azalee ist recht durstig. Die Pflanze muss regelmäßig reichlich gegossen werden oder der Topfballen der Pflanze kann in einen Eimer mit Wasser getaucht werden bis er vollständig mit Wasser gesättigt ist. Für Pflanzen, mit großem Feuchtigkeitsbedarf sind spezielle Töpfe erhältlich, die die Pflanze aus einem Wasserreservoir mit Feuchtigkeit versorgen. 
  • Die Pflanze verträgt Wärme nicht besonders gut, dadurch wird sie schlapp. Vermeide aus diesem Grund einen Standort in der grellen Sonne oder die Nähe einer Wärmequelle. Azaleen stehen am besten an einem kühlen, hellen Standort. 
  • Um eine reiche Blüte zu entwickeln, muss die Pflanze alle zwei Wochen gedüngt werden. Wird die Pflanze in einen größeren Topf umgepflanzt, ist es wichtig, Topferde mit niedrigem pH-Wert zu verwenden, speziell für säureliebende Pflanzen. 
  • Ist die Azalee als Zimmerpflanze zu groß geworden, kann sie nach der Blüte an einen schattigen Standort mit saurem und feuchtigkeitsspeicherndem Boden ausgepflanzt werden. Überwintern kann die Azalee am besten in einem Gewächshaus oder einem Schuppen, der vor Regen, Wind und Kälte schützt. 
  • Besprüh die Pflanze mit Wasser solange sie knospig ist. Wenn sich die Knospen öffnen, nicht mehr sprühen.

Azaleen

  • Die rosafarbenen Azaleen sorgen besonders in Kombination mit Narzisse und Hyazinthe schon für echte Frühlingsstimmung. 
  • Azaleen können natürlich als Teil eines Arrangements angeboten werden. Solo kommt die Pflanze aber besser zur Geltung, insbesondere, wenn sie in einem schönen Ziertopf präsentiert wird.
  • Kleine Azaleen sind überraschende Elemente in Schalengärten und Terrarien.

Text und Bild: www.tollwasblumenmachen.de/

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